Mi
02
Jun
2010
Möge er in Frieden Ruhen und endlich Ruhe geben
Der Glacemaa wird zu Grabe getragen - Marc Heeb, Gewerbepolizei Bern (links) und Christoph Lerch, Regierungsstatthalter (rechts)
Am heutigen 2. Juni müsste die Beschwerde gegen den Entscheid des Regierungsstatthalters vom 3. Mai 2010 ans Verwaltungsgericht eingereicht werden. Wieder sieben Monate warten um danach doch
wieder nichts tun zu dürfen - nein, das mag ich mir nicht mehr antun. Die Behörden sitzen am längeren Hebel und machen, wie ihnen gefällt, auch wenn die Bevölkerung etwas anderes wünscht.
In der Abstimmung vom 8. Februar 2004 hat die Berner Bevölkerung Ja zur Begegnungszone "Untere Altstadt" gesagt, doch die Idee bleibt ein toter Artikel. Das Bild heute: die Altstadgasse ist
beidseitig von parkierten Autos gesäumt, dazwischen herrscht gähnende Leere. Ruhe wird in Bern noch immer gleichgesetzt mit Friedhofsatmosphäre, jegliche Lebendigkeit wird mit amtlich verordnetem
Gift im Keime erstickt.
So habe ich mich entschlossen, dem Glacemaa einen Bern-würdigen Abschluss zu geben und beerdige ihn heute in der Gerechtigkeitsgasse unter seinem eigenen Schicksal, dem Glacevelo - vorausgesetzt,
ich finde einen Parkplatz.
Möge er in Frieden ruhen und endlich Ruhe geben unter den Gassen Berns. Amen.
